Herzfrequenz-Zonen
Trainingszonen aus HFmax oder LTHR
Tanaka: 187 bpm (208 − 0.7 × Alter)
Was der Rechner macht
Er teilt deinen Pulsbereich in Stufen — von sehr leicht bis sehr hart. Du kannst dabei von deinem Maximalpuls ausgehen oder von deiner Schwellen-Herzfrequenz.
Die Schwellen-Variante ist die genauere. Der Maximalpuls lässt sich über das Alter schätzen, aber diese Schätzung kann bei einzelnen Menschen um zehn Schläge und mehr danebenliegen.
So wird gerechnet
Nach Maximalpuls: Z1 unter 60 %, Z2 61 bis 70 %, Z3 71 bis 80 %, Z4 81 bis 90 %, Z5 91 bis 100 % der HFmax. Nach Schwellenpuls (LTHR): Z1 unter 85 %, Z2 85 bis 89 %, Z3 90 bis 95 %, Z4 96 bis 101 %, Z5 ab 102 % der LTHR.
Fehlt der gemessene Maximalpuls, schätzt der Rechner ihn mit HFmax = 208 − 0.7 × Alter (Tanaka) — genauer als die alte 220-minus-Alter-Regel, aber immer noch ein Mittelwert mit ±10 Schlägen Streuung.
Beispiel: 40 Jahre, kein Messwert. HFmax = 208 − 0.7 × 40 = 208 − 28 = 180. Z2 = 180 × 0.61 bis 180 × 0.70 = 110 bis 126 Schläge pro Minute.
Beispiel mit Schwelle: LTHR 170. Z4 = 170 × 0.96 bis 170 × 1.01 = 163 bis 172 Schläge pro Minute.
Wer seine Herzfrequenzzonen berechnen will, nimmt wenn möglich die Schwelle als Bezug: Sie ist trainierbar und lässt sich mit einem 30-Minuten-Test messen, der Maximalpuls nicht.
Was die Stufen bedeuten
Die unteren Stufen bauen die Grundlage — dort verbringst du den grössten Teil deiner Trainingszeit. Die oberen Stufen sind kurz, hart und brauchen danach Erholung.
Eine gute Woche fühlt sich meistens unspektakulär an: viel locker, wenig hart. Wer jeden Tag im roten Bereich trainiert, wird nicht schneller, sondern müde.
Häufige Fragen
- Wie finde ich meinen Maximalpuls?
- Zuverlässig nur durch einen Test bis zur Ausbelastung. Die Faustformel über das Alter ist ein Näherungswert und für die individuelle Trainingssteuerung zu ungenau.
- Warum ist mein Puls morgens anders als abends?
- Der Ruhepuls schwankt über den Tag und mit Schlaf, Koffein und Stress. Für Vergleiche misst man ihn immer zur selben Zeit, am besten direkt nach dem Aufwachen.
- Sind Pulszonen auch für Einsteiger sinnvoll?
- Ja, vor allem um das Tempo zu bremsen. Viele Anfänger laufen zu schnell, und der Puls zeigt das deutlicher als das Gefühl.