Zum Hauptinhalt springen
← Guides

Anleitung

Triathlon-Trainingsplan mit Claude erstellen

Zwei Wege zum Plan in Tri-Train — der deterministische Generator und das Gespräch mit Claude, das deine Garmin-Daten kennt. Wann welcher passt, wie du Claude briefst und wie die Einheiten auf die Uhr kommen.


Triathlon-Trainingsplan mit Claude erstellen

Ein Trainingsplan aus dem Internet kennt dich nicht. Er weiss nicht, dass du am Donnerstag nie Zeit hast, dass dein Schlaf seit zwei Wochen schlecht ist und dass die letzte Radausfahrt eine Stunde länger war als geplant. Claude kann das alles wissen — wenn es deine Daten sieht.

Tri-Train bietet dafür zwei Wege, die sich ergänzen: den Plan-Generator in der App und das Gespräch mit Claude über den MCP Server. Dieser Guide erklärt beide und zeigt, wann welcher passt.

Weg 1: der Generator rechnet den ganzen Aufbau

Der Trainingsplaner in Tri-Train ist bewusst kein Sprachmodell. Er rechnet aus Zielrennen, Profil und aktueller Fitness einen vollständigen Wochenverlauf bis zum Start: Base, Build, Peak und Taper, je Woche eine Ziellast, und in jeder Woche konkrete Einheiten mit Schritten und Zielwerten.

Was ihn von einer Vorlage unterscheidet, sind die Regeln, die er garantiert:

  • Die Fitness darf je nach Level nur um 3 bis 8 Punkte pro Woche wachsen. Mehr Stunden im Profil heben diese Grenze nicht auf.
  • Alle paar Wochen kommt eine Entlastungswoche, und vor dem Rennen ein Taper, dessen Länge von der Rennpriorität abhängt.
  • Die Renndistanz setzt den Volumendeckel und die längste Einheit. Ein Sprintplan wächst nicht auf achtzehn Wochenstunden, nur weil so viel Zeit im Profil steht.

Ein Sprachmodell kann keine dieser Zusagen halten: Es rechnet nicht deterministisch und liefert bei gleicher Eingabe nicht zweimal denselben Plan. Für den grossen Bogen über zwölf oder zwanzig Wochen ist der Generator deshalb der richtige Weg.

Weg 2: Claude plant die Woche

Wo Claude stark ist, ist das Konkrete. Die nächste Woche, unter deinen Bedingungen, mit deinen Zahlen. Dafür braucht es die Verbindung über den MCP Server — wie das geht, steht in Garmin-Daten mit Claude auswerten. Wichtig: Zum Planen brauchst du die zweite Berechtigung, die das Schreiben erlaubt.

Danach sieht Claude alles, was für die Planung zählt:

  • deine letzten Wochen mit Belastung, Sportarten und Form (CTL, ATL, TSB)
  • deine Schwellenwerte, dein Level, deine Wochenstunden und Trainingstage
  • Schlaf, HRV und Ruhepuls aus Garmin
  • was schon im Kalender steht

Ein guter Auftrag sagt, was fest ist und was Claude entscheiden soll. Zum Beispiel:

> „Plane mir die nächste Woche mit vier Einheiten. Samstag ist der lange Radtag, Donnerstag habe ich frei. Ich bin fünf Wochen vor dem Olympischen Rennen, also Build-Phase. Lass die Gesamtlast etwa zehn Prozent über der letzten Woche."

Claude legt die Einheiten an, mit Dauer, Intensität und Schritten. Du siehst sie sofort im Kalender und kannst nachbessern: „Mach die Intervalle am Dienstag kürzer, ich hatte drei schlechte Nächte." Claude sieht die Nächte selbst und kann einordnen, ob der Wunsch berechtigt ist.

Beide Wege zusammen

Der Generator liefert das Gerüst, Claude passt es an die Woche an. In der Praxis sieht das so aus:

  1. Rennen anlegen, Profil ausfüllen, Plan erzeugen. Der Aufbau steht.
  2. Am Sonntagabend mit Claude die kommende Woche durchgehen. Claude sieht den Plan und die Woche davor und schlägt vor, was zu verschieben ist.
  3. Nach jeder Einheit kommt die Aktivität automatisch aus Garmin zurück und wird der geplanten Einheit zugeordnet. Claude sieht also nicht nur den Plan, sondern auch, was daraus geworden ist.

So bleibt der Plan ein Plan und nicht ein Wunschzettel vom Januar.

Auf die Uhr

Geplante Einheiten gehen als strukturierte Workouts an Garmin: Aufwärmen, Intervalle mit Zielzonen, Ausfahren — beim Schwimmen mit Bahnen statt Metern, weil die Uhr im Becken so zählt. Du sagst Claude „schick die Einheiten dieser Woche auf die Uhr", und am Morgen liegt die Einheit auf dem Handgelenk.

Rückgängig machen

Alles, was Claude schreibt, landet in einem Journal. Wenn ein Auftrag missverstanden wurde — falsche Woche, falscher Tag, falsche Sportart — sagst du „mach das rückgängig", und der vorherige Zustand ist wieder da. Deshalb ist es kein Risiko, Claude planen zu lassen: Der Weg zurück ist immer einen Satz lang.

Was Claude nicht ersetzt

Claude kennt deine Zahlen. Es kennt nicht dein Knie, deine Arbeitswoche oder das Gefühl, mit dem du gestern vom Rad gestiegen bist — es sei denn, du sagst es. Je mehr Kontext im Auftrag steht, desto besser die Woche. Und ob ein Plan gut war, zeigt sich nicht im Kalender, sondern am Renntag.