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Race Predictor

Prognose: 1:50:20

Was der Rechner macht

Er nimmt eine Zeit, die du schon gelaufen bist, und schätzt daraus, was auf einer anderen Distanz möglich wäre. Grundlage ist eine Formel von Pete Riegel aus den siebziger Jahren, die bis heute erstaunlich gut trifft.

Die Idee dahinter: Je länger die Strecke, desto langsamer wird das Tempo — und zwar in einem ziemlich gleichmässigen Verhältnis.

So wird gerechnet

Zielzeit = Basiszeit × (Zieldistanz / Basisdistanz)^1.06 — die Riegel-Formel.

Der Exponent 1.06 bildet ab, dass die Pace mit der Distanz langsamer wird: doppelte Strecke braucht nicht die doppelte, sondern rund 2.08-fache Zeit.

Beispiel: 10 km in 50:00, Ziel Halbmarathon. 21.1 / 10 = 2.11. 2.11^1.06 = 2.207. 3000 s × 2.207 = 6620 s = 1:50:20.

Je näher Basis- und Zieldistanz beieinander liegen, desto genauer die Prognose. Von 5 km auf den Marathon zu rechnen, überschätzt fast immer.

Wer eine Laufzeit berechnen will, nimmt als Basis ein Rennen aus den letzten Wochen — ältere Zeiten spiegeln eine andere Form.

Wo die Grenzen liegen

Die Prognose setzt voraus, dass du für die Zieldistanz auch trainiert hast. Wer nur fünf Kilometer läuft, wird die vorhergesagte Marathonzeit nicht erreichen — die Formel kennt dein Training nicht.

Je weiter die beiden Distanzen auseinanderliegen, desto unsicherer wird die Schätzung. Von zehn Kilometern auf einen Halbmarathon ist verlässlich, von fünf Kilometern auf einen Marathon eher eine Hausnummer.

Häufige Fragen

Wie genau ist die Prognose?
Bei ähnlichen Distanzen und passendem Training liegt sie oft nah dran. Bei grossen Sprüngen, besonders Richtung Marathon, ist sie eher optimistisch.
Gilt das auch für Triathlon?
Für die Laufstrecke ja, mit Einschränkungen: Nach Schwimmen und Radfahren läufst du langsamer als frisch.
Warum war ich langsamer als vorhergesagt?
Häufigste Gründe sind Hitze, Höhenmeter, zu schneller Start und fehlende lange Läufe im Training. Die Formel rechnet mit idealen Bedingungen.